BEHIND THE BLOG mit Business-Mentorin Susanne Schaffer: Willst Du frei & unabhängig selbstständig sein? So geht’s!

8. Dezember 2022

Du bist selbstständig, weil Du frei sein willst. Unabhängig. Deine eigene Chefin. Aber so richtig klappt das noch nicht. Mal ganz ehrlich: Bist Du abhängig von Bestandkund*innen, von einer Social-Media-Plattform oder Traffic-Quelle? Oder verzettelst Du Dich mit Kleinigkeiten, weil Dir der Fokus fehlt? Unterm Strich: Kannst Du so frei mit Deiner Zeit und Deinen Finanzen umgehen, wie Du es Dir von der Selbstständigkeit erträumt hast?

Falls Du gerade (ein bisschen) den Kopf schüttelst, ist dieses mutmachende Behind-the-Blog-Interview für Dich!

Und auch, wenn Du lernen möchtest, wie Du „Nein“ zu Kund*innen sagst, souveräner selbstständig wirst und warum Du ohne (Content) Marketing – wie Blog & Co. – und Arbeit am Business nur schwer wertschätzende Lieblingskund*innen findest.

Ich habe mich mit Business-Mentorin Susanne Schaffer zu einem inspirierenden Strandkorbschnack getroffen und mit ihr darüber geplaudert, wie wichtig uns Augenhöhe in der Zusammenarbeit mit Kund*innen ist, warum die Selbstständigkeit einer Bergwanderung gleicht und wie gute Planung und Struktur Dir dabei helfen, wirklich die Freiheit Deiner Selbstständigkeit leben zu können.

Souverän Lieblingskund*innen gewinnen – mit Blog, Planung & Schokolade

Und wie das bei BEHIND THE BLOG, meinem authentischen Strandkorbschnack, so ist: Wir quatschen im Interview natürlich nicht nur über To-do-Listen, Marketingstrategie und Monatsplanung

Nö. Achtung Spoiler: Wir sprechen auch über Susannes größten Business-Fail (der sie ganz schön viel Geld gekostet hat), inwiefern sie Rory Gilmore ähnlich ist und warum in ihrem Wanderrucksack Schokolade nicht fehlen darf.

Also: Wir quatschen im Strandkorb mal wieder über Business und die Welt. Daher unsere Empfehlung: Schnapp Dir Dein Lieblingsgetränk und lausche in Gedanken mit uns das Meeresrauschen in einer wunderschönen Bucht auf Mallorca. Willkommen in unserem virtuellen Strandkorb, liebe Leser*in. Ab jetzt heißt das Motto: Sea. Blog. Talk.

Marketing zum Wunsch-Business

Im Interview: Business-Mentorin Susanne Schaffer

Hallo liebe Susanne, es ist so schön, dass Du Dir heute die Zeit für einen kleinen Strandkorbschnack nimmst. Ich hab mich schon so darauf gefreut.

Was meinst Du, wo wollen wir unseren Strandkorb denn hinstellen? Und welchen Cocktail schlürfen wir? Meine Gäst*innen dürfen das immer entscheiden.

Letztens hatte ich noch einen Virgin Banana, den nehme ich gerne noch einmal!

Und unser Strandkorb steht auf Mallorca in einer abgelegenen Bucht und wir haben einen tollen Blick aufs offene Meer. 

Oh, das klingt traumhaft. Auf Mallorca war ich schon lange nicht mehr. Und beim Blick aufs offene Meer sag ich auch nicht nein. Also: Perfekte Wahl, würde ich sagen.

Magst Du uns zum Einstieg vielleicht erst einmal erzählen, wer Du bist, was Du machst und wem Du hilfst, Susanne?

Ja, gerne. 

Ich heiße Susanne Schaffer und ich bin Business-Mentorin für Dienstleisterinnen. Ich unterstütze meine Mentees dabei, unabhängiger von ihren Kund*innen zu werden – sowohl zeitlich als auch finanziell. Außerdem arbeiten wir daran, mehr Wertschätzung und Augenhöhe in der Kundenkommunikation zu etablieren. Für eine souveräne Selbstständigkeit, die Spaß macht.

Wie cool! Das klingt total spannend. Gerade Wertschätzung und Augenhöhe machen einen riesigen Unterschied in der Zusammenarbeit mit Kund*innen.

Würdest Du Dich denn selbst auch als “souverän” beschreiben oder was wären drei Wörter, die absolut Susanne sind? Und wenn wir schon dabei sind: Gibt’s da einen Unterschied zur privaten Susanne?

Die drei Wörter wären: organisiert, offen und kommunikativ. 

Wenn Du meinen Mann fragen würdest, würde er Dir sagen, dass ich privat nicht so organisiert bin – zumindest was die Ordnung in meinem Kleiderschrank betrifft. Auch wenn ich es nur ungern zugebe: Ja, mit dem Kleiderschrank hat er wohl leider recht.

Yes, das kenne ich. Mein Kleiderschrank führt manchmal auch ein Eigenleben. Oder ich nenne es dann gerne: kreatives Chaos.

Haha!

Und zu der Frage, ob es einen Unterschied zur privaten Susanne gibt: Diese Eigenschaften sind bei mir im Business-Kontext schon ausgeprägter, weil ich da mit Menschen zu tun habe, die ähnlich ticken wie ich. Es macht Spaß, mit anderen Selbstständigen über Themen zu sprechen, für die ich brenne. Privat ist das manchmal schwierig, weil in meinem Umfeld alle angestellt sind. 

Daher freue ich mich, dass wir als zwei Selbstständige gerade zusammen im Strandkorb sitzen! Ich könnte mit dem Schnacken gar nicht aufhören! 

Ich freue mich auch! 

Und genau deswegen habe ich den Strandkorbschnack ins Leben gerufen.

In meinem Freundeskreis bin ich auch die einzige Selbstständige und meine Probleme und Herausforderungen können viele nicht nachvollziehen. Was ja total okay und verständlich ist. Aber trotzdem – wie wir Menschen halt sind – ein bisschen Austausch und Bestätigung tun echt gut. Vor allem, wenn Du weißt, dass Du nicht allein mit Deinen Gedanken bist und Dich jemand versteht.

Naja.

Warum hast Du Dich denn überhaupt selbstständig gemacht?

Behind The Blog Susanne Schafferjpg

Ich bin selbstständig, weil ich die Unabhängigkeit und Freiheit liebe. Ich lasse mir einfach nicht gerne von anderen sagen, was ich wann wo wie zu tun habe. Das darf nur meine Chefin – also ich. 

Ach cool. Könnte von mir sein. 

Ja, aber ist es nicht toll, dass wir als Selbstständige selbst über unsere Zeit verfügen und selbst die Richtung vorgeben können? 

Absolut! Ich kann das total nachvollziehen.

Eng daran geknüpft ist auch mein Warum: Auch wenn mit Selbstständigkeit oft Freiheit verknüpft wird, ist es in der Realität durchaus nicht immer so. So kommt es häufig vor, dass Freelancerinnen und Dienstleisterinnen von Bestandskund*innen abhängig sind – sei es finanziell, weil sie keine neuen Kund*innen gewinnen oder zeitlich, weil Kund*innen ständig dringende Aufträge haben und sie schon fast weisungsgebunden sind. 

Mir ging das lange Zeit auch so, als ich noch als Lektorin selbstständig war und für Textbörsen und Agenturen arbeitete. Frei hat sich das nicht angefühlt … Das war aber mein oberstes Ziel. Und seitdem ich das geschafft habe, gebe ich mein Wissen im Business-Mentoring an meine Kundinnen weiter.

Ja, das kenne ich von meinen Kund*innen auch sehr gut. Sie ackern sich häufig in alle Marketingrichtungen ab, machen jeden Tag Instagram-Stories, hauen dann noch mal eben einen Newsletter raus, wurschteln hier ein bisschen mit Kaltakquise und schreiben da noch einmal kurz einen Reminder in nicht besonders wertschätzende Netzwerkgruppen, bis dann endlich mal irgendwann jemand vielleicht anbeißt. Das ist Dauerstress. 

Und ich will das gar nicht verurteilen oder schlecht machen: Jede*r so, wie er*sie möchte. Aber meiner persönlichen Definition von Freiheit dank Selbstständigkeit entspricht das absolut nicht.

Im Gegenteil: Ich will, dass Kund*innen mich finden, während ich mit Dir hier auf Mallorca einen Virgin Banana trinke. Und zwar ohne den Druck, dass ich jetzt direkt unsere Cocktailgläser bei Instagram poste und davon abhängig bin, dass a) der Algorithmus es auch möglichst vielen Menschen anzeigt und b) Du meine Story repostest. 

Das kann ich gut verstehen.

Du siehst, ich könnte mich bei dem Thema in Rage reden, weil ich es SO schade finde, dass viele Selbstständige nicht den Wert und Sinn von nachhaltigem und gelassenem Marketing sehen und leben. 

Okay, Schluss mit meinem Gequassel.

Zurück zu Dir: Ich glaube, ich ahne Deine Antwort, aber ich frage es trotzdem: Was hältst Du von dem typischen Selbst-und-ständig-Credo unter uns Selbstständigen? Was bedeutet es für Dich, nicht selbst und ständig zu arbeiten? Und Du hast es vorhin schon kurz erwähnt: Was haben Textplattformen, Agenturen etc. damit zu tun? 

Oh, das ist eine gute Frage, die auch perfekt zu meiner vorigen Antwort passt! 

Kurzer Spoiler: Ich halte nichts davon, selbst und ständig zu arbeiten. 

Ja, das hab ich mir gedacht. 

Aber das war nicht immer so: Zum Start meiner Selbstständigkeit war das für mich ganz normal. Und wenn ich mich richtig erinnere, war ich sogar ein wenig stolz drauf. Das lese ich zumindest aus diesem Posting heraus, das ich vor 5 Jahren veröffentlicht habe.

Warte, ich zeig’s Dir. Hier:

So lustig ich damals damit umgegangen bin, so stressig war es aber auch im Alltag: keine ruhigen Mittagspausen, nach Feierabend dauernd E-Mails und Anrufe. Arbeit am Wochenende.

Das wollte ich dann irgendwann ändern. Dabei hat es eine wichtige Rolle gespielt, Grenzen zu setzen und Nein zu sagen: Grenzen vor allem in Bezug auf meine Arbeitszeiten und meine Erreichbarkeit. 

Weil ich weiß, dass Nein sagen nicht immer einfach ist, habe ich Textvorlagen für 0 € entwickelt, die vielleicht für Deine Leser*innen interessant sein könnten? 

Ja, das interessiert sie bestimmt! Danke.

Das schließt auch an Deine Frage an, was Agenturen und Textplattformen damit zu tun haben: Auch wenn ich nicht alle über einen Kamm scheren will: Sie erwarten oftmals, dass Du schnell antwortest und am besten noch gestern Ergebnisse lieferst. 

Diese Erwartungshaltung und diese Kundenbeziehung, die oftmals nicht auf Augenhöhe ist, ist nicht förderlich für eine Selbstständigkeit, in der Du nach Deinen Regeln und Uhrzeiten arbeiten möchtest.

Das stimmt. Und deswegen stehst Du für eine souveräne Selbstständigkeit, oder?

Da erinnerst Du Dich richtig.

Mit einer souveränen Selbstständigkeit meine ich genau das: souverän Deine eigenen Regeln festlegen und nach diesen Dein Business gestalten. Souverän mit Kund*innen umgehen und auf Augenhöhe kommunizieren. Und dabei auch angemessene Preise festsetzen, die zum Wert Deiner Arbeit passen. 

Das mit dem „Regeln festlegen“ klingt jetzt vielleicht etwas hart, aber so meine ich das nicht. Das Ziel ist immer, einen wertschätzenden Umgang mit Kund*innen zu pflegen, die Dich als Expertin sehen, statt als „kleine ausführende Dienstleisterin“, die es schon schnell machen wird. Das führt dazu, dass Du viel mehr Spaß im Business hast und Du Dich wertgeschätzt fühlst. Wer will das nicht?

Also ich kenne niemanden, der dazu “Nein” sagen würde. Das ist ein super Ansatz und trifft total den Zahn der Zeit, finde ich.

Ich bin auch total allergisch, wenn ich wittere, dass mich jemand “nur” als die kleine Schreibmamsell aka Texterin sieht.

Häufig liegt diese Sichtweise gar nicht an mir, meiner Arbeit oder meinem Auftreten, sondern in den Personen selbst begründet. Da darf man die Selbstzweifel also getrost über Bord werfen.

Okay. Was meine Leser*innen und mich natürlich besonders interessiert: Welche Rolle spielt Marketing bei einer souveränen Selbstständigkeit? Und (Content) Marketing mit Texten?

Marketing spielt eine große Rolle – so können ja nur neue, wertschätzende Kund*innen auf Dich zukommen, wenn sie wissen, dass Du existierst. Der Schlüssel ist, dass Du auf Dich aufmerksam machst und Dich als Expertin zeigst. Gerne anhand von Texten wie in Blogartikeln, Social-Media-Postings und Newslettern. Aber je nach Gusto oder nach den Vorlieben Deiner Zielgruppe geht das natürlich auch via Video oder Podcast.

Darüber habe ich mit Michelle Karnolz auch schon im Strandkorbschnack gesprochen: Die richtigen Texte schaffen es, dass die richtigen Menschen auf Dich zukommen. Wertschätzende Kund*innen, mit denen die Arbeit Spaß macht. Das liebe ich so am Texten.

Wenn wir gerade schon bei Texten sind, gibt’s auch eine Frage für Dich als ehemalige Lektorin: Welchen Tipp hast Du Deinen Kund*innen bisher am häufigsten gegeben?

Vermutlich, dass sie sich in ihren Texten mehr so zeigen dürfen, wie sie sind. Dass sie persönliche Storys einbinden dürfen und dass sie mehr so schreiben dürfen, wie sie sprechen. 

Aber auch, dass sie keine leeren Phrasen à la „individuell“ und „maßgeschneidert“ verwenden sollen.

Und natürlich, dass die Rechtschreibung in Ordnung sein sollte, um die potenziellen Kund*innen nicht abzuschrecken. 

Okay, das waren jetzt doch drei Tipps, sorry!

marketing für selbstständige

Haha, kein Problem! Das sind super Tipps, um bessere Texte zu formulieren. Vielen Dank!

Du hast es vorhin schon kurz erwähnt, dass Blogartikel u. a. auch eine prima Marketing-Möglichkeit sind, um sich eine souveräne Selbstständigkeit aufzubauen. Wie funktioniert das denn genau? Wie und wozu nutzt Du Deine Website und Deinen Blog, um souveräner selbstständig zu sein?

Meine Website und mein Blog sind quasi Verkaufsmitarbeiter für mich, die selbst und ständig für mich arbeiten (haha). Bei denen ist das aber okay, weil es nun mal Texte sind, die 24/7 im Internet zu finden sind und potenzielle Kundinnen abholen können.

Na na, das habe ich jetzt aber nicht gehört. Texte haben auch eine Seele. Nein, Spaß beiseite. Du hast natürlich vollkommen recht.

Wie sieht’s mit Deinem Blog aus? Warum bloggst Du?

Meinen Blog nutze ich dafür, um neue Interessentinnen in meine Welt zu holen. Die Website ist dafür da, sie über mich und meine Angebote zu informieren und im Idealfall den nächsten Schritt gehen zu lassen.

Das ist insofern sehr hilfreich, als dass meine potenziellen Kundinnen mich, meine Werte, meine Arbeitsweise und auch meine Preise kennenlernen und dadurch nur diejenigen anfragen, die meine Herangehensweise gut finden. 

Es gab mal einen Interessenten fürs Lektorat, der nicht bereit war, meinen kurzen Vorab-Fragebogen auszufüllen, der auf meiner Website stand. Das war eine Red Flag, die ich mithilfe meiner Website schnell erkennen konnte. Ich habe schließlich nicht mit ihm zusammengearbeitet.

Super, dass Du das sagst. Ich erlebe es oft, dass Kolleg*innen oder Kund*innen von mir das Gefühl haben, mit allen Interessent*innen zusammenarbeiten zu müssen. Also – Gesetz dem Fall, sie haben die finanzielle Freiheit – dass sie bei jeder Anfrage Ja sagen müssen. Ein Nein „gehört“ sich nicht.

Ich denke dann immer, dass es ja auch für die Kund*innen kein fairer Deal ist. Deswegen finde ich es total klasse, dass Du Dich dafür einsetzt, dass uns allen dieses „Nein“ leichter fällt.

Wenn wir gerade schon dabei sein, vielleicht drehen wir eine kurze Schleife, bevor wir zurück zum Bloggen & Co. kommen:

Was machst Du denn, wenn Du merkst, dass Kund*innen nicht wertschätzend sind? Was würdest Du anderen Selbstständigen raten?

Wichtig ist an dieser Stelle, Grenzen zu setzen. Zu kommunizieren, dass Du Dir einen anderen Umgang wünschst und wie z. B. Deine Fristen sind (falls es um unverschämt knappe Timings geht). Und wenn es gar nicht anders geht: Die Zusammenarbeit beenden.

Ja, diese Erfahrung habe ich auch schon gemacht. Die Tipps, die ich gerade genannt habe, habe ich auch selbst angewendet.

Das Wichtigste ist meiner Meinung nach, dass Du auf Dein Bauchgefühl hörst und auch schon vor der Zusammenarbeit auf Signale achtest, die zeigen, dass die Zusammenarbeit nicht gut wird. Wie bei mir, als der Interessent nicht meinen Fragebogen ausfüllen wollte.

Okay, dann finden wir mal den Weg zurück zum ursprünglichen Thema – äh, etwas harter Cut – welche Rolle spielen denn dabei (und grundsätzlich in Deinem Business) Planung und Struktur?

Haha, Kurve gekriegt.

Einen Blog zu führen und weiteres Marketing zu machen, kostet Zeit. Generell ist es schwierig, die ganze Arbeit am Business und Kundenprojekte unter einen Hut zu bekommen. Und ja: Planung und Struktur helfen mir dabei, Zeit für diese wichtigen Dinge einzuplanen.

Hast Du eine konkrete Tages-, Wochen- und Monatsplanung? Oder eine Routine?

Ja, meine Jahres-, Quartals- und Monatsplanungen helfen mir dabei, mich immer wieder auf meine größeren Ziele auszurichten und dann im Kleinen an den Aufgaben zu arbeiten, die mich dorthin bringen.

In meiner Woche habe ich immer Themen-Slots: Zum Beispiel erstelle ich montags gebündelt den Content für zwei Wochen, damit ich an anderen Tagen Zeit für meine Kundinnen und andere Aufgaben habe.

Zu diesem Zeit- und Planungsthema habe ich wieder eine hilfreiche Ressource für Deine Leser*innen: meine Checkliste „25 Zeitspar-Potenziale für Freelance­rinnen“, mit der Du herausfinden kannst, wo Du noch mehr Zeit sparen kannst. 

Super, vielen Dank für die Checkliste! 

Ich arbeite tatsächlich nach einem sehr ähnlichen Schema. Manchmal werde ich von Freund*innen deswegen auf den Arm genommen (wir erinnern uns, sie sind alle angestellt und denken in dem Moment wahrscheinlich, dass sie das lieber noch laaaaange bleiben), aber ich liebe meine Planungen. Wie schön, dass ich in Dir eine Verbündete gefunden habe. 

Okay, wenn ich mir in meiner Selbstständigkeit jetzt endlich mehr Plan, Struktur und Souveränität wünsche:

3 Punkte, die ich dafür auf jeden Fall wissen sollte:

  1. Es ist wichtig, nicht nur für Kund*innen, sondern auch an Deinem eigenen Business zu arbeiten, um Dir ein Business nach Deinen Wünschen aufzubauen.
  2. Dafür ist es wichtig, dass Du verinnerlichst: Ich bin es wert, mir die Zeit zu nehmen, an meinem Business zu arbeiten – und nicht nur für meine Kund*innen.
  3. Planung und Struktur helfen Dir, Freiraum zu schaffen, um an eigenen Projekten zu arbeiten und somit Deine Ziele zu erreichen. Dadurch legst Du auch den Fokus auf wenige wichtige Dinge. Und Fokus ist meiner Meinung nach essenziell, um Dich nicht zu verzetteln.

Super, vielen Dank für Deine tollen Tipps, Susanne! 

Arbeit am Business Selbstständigkeit

Warum die Selbstständigkeit eine Bergwanderung ist

Meine Strandkorbschnack-Leser*innen interessieren sich natürlich auch immer sehr für die Person hinter dem Business bzw. Blog. Was ich tatsächlich sehr oft (auch privat) gefragt werde:

Was war der ausschlaggebende Punkt, an dem Du Dich für die Selbstständigkeit entschieden hast? Gab es einen bestimmten Moment, eine Erfahrung, Begebenheit oder eine Begegnung? Die Frage gebe ich jetzt mal an Dich weiter, okay?

Erzähl uns gerne Deine Geschichte! 

Sehr gerne!

Seit 2017 war ich nebenberuflich als Lektorin selbstständig (das ist damals eher aus der Nachfrage her entstanden). Nebenbei habe ich im Master Germanistik studiert und war als Korrektorin angestellt. 

Als die Masterarbeit Anfang 2020 dann abgegeben war, dachte ich mir, dass ich die Anstellung und Selbstständigkeit jeweils zur Hälfte weiterlaufen lasse. Meine Anstellung hat mir damals schon gut gefallen.

Mit der Anstellung ging es dann aber schneller vorbei, als ich es geahnt hatte. 

Was ist passiert?

Die Korrektur-Abteilung sollte bald geschlossen werden und ich wusste, dass ich nicht mehr lange dort arbeiten kann. 

Einer der Firmenkunden wollte mit mir weiterarbeiten: entweder auf Freelancer-Basis oder angestellt. Ich hatte dann ein Wochenende Zeit, um mich zu entscheiden. 

Wow. Das ist aber flott.

Ein aufregendes Wochenende, ich sag’s Dir! Die Pro-und-Kontra-Liste war lang und fast alle in meinem Umfeld rieten mir zur Anstellung, zumal die Coronakrise gerade anfing.

Aber ich hörte schließlich auf mein Bauchgefühl und entschied mich für die komplette Selbstständigkeit. Ich bin so froh und dankbar, dass ich mich damals so entschieden habe! Das hat mir wirklich ganz neue Welten eröffnet.

Es gibt doch dieses schmalzige Zitat: Du lebst das Leben vorwärts, aber verstehst es erst rückwärts. Oder so ähnlich. Aber da musste ich gerade direkt dran denken. Manchmal kommen die Dinge einfach so und – so ist zumindest meine Erfahrung bisher – das eigene Bauchgefühl ist ein ziemlich guter Wegweiser. 

Apropos Wegweiser: Wie ging denn dann Deine Business-Reise weiter?

Meine Business-Reise würde ich mit einem Anstieg eines Berges vergleichen. Ständig geht es ein wenig weiter nach oben. Aber es braucht viele Pausen, hin und wieder andere Menschen, die dir den Weg zeigen, und viel Proviant. Es gibt leider keine Seilbahn, in der man innerhalb von 4 Wochen 6-stellig wird. 

Ach, die Bergwanderung ist eine coole Metapher für die Selbstständigkeit! Merke ich mir.

Und die Sache mit dem Proviant finde ich auch super. In meinem Fall: Schoki. Und jetzt zur Weihnachtszeit Panettone. 

Oh ja, zu Schokolade kann ich auch nicht Nein sagen. 

Na, dann kommt die schon einmal – zack – in den Proviant-Rucksack. Was hat Dich denn bei Deiner Bergwanderung besonders herausgefordert?

Herausgefordert hat mich, ständig meine Komfortzone zu verlassen: anfangen zu posten, zu bloggen, einen Newsletter zu schreiben. Oder das erste Mal live zu gehen, ein Webinar zu veranstalten oder zu launchen. Im Endeffekt war es die Herausforderung, sichtbar zu werden. Sich nicht mehr nur hinter seinem Laptop zu verstecken, sondern sich zu zeigen, damit Lieblingskund*innen von sich aus auf mich zukommen.

Aber es hat sich gelohnt und ich bin stolz auf meine Entwicklung der letzten Jahre.

Das kannst Du auch sein. 

Wir können alle stolz auf uns sein. Es ist nicht leicht, sich “in der Öffentlichkeit” so zu zeigen, wie man ist. Im Gegenteil. Schweißausbruch und gewaschener Pudel treffen es in meinem Fall viel eher. Aber wenn man es dann einmal geschafft hat, gibt’s nichts Wertvolleres. 

Mich hat dieser Schritt in die Sichtbarkeit unglaublich viele Nerven gekostet, aber auf der anderen Seite bin ich noch nie so sehr als Person gewachsen. Und das macht für mich eine Selbstständigkeit aus. 

Wie ist das bei Dir? Wie war Dein Leben vor Deiner Selbstständigkeit und wie ist es jetzt? Hast Du Dich verändert?

Selbstständigkeit ist für mich auch der Inbegriff von persönlicher Weiterentwicklung! Ohne geht es eigentlich gar nicht, davon bin ich überzeugt. 

Und so habe ich mich in den letzten Jahren auch sehr verändert. Ich habe mich besser kennengelernt, gelernt, meine Wünsche und Bedürfnisse in den Vordergrund zu stellen und auch mich so anzunehmen, wie ich bin. 

Auch haben sich meine Interessen verändert: Am Anfang ging es bei mir immer nur um Rechtschreibung, Texte, Lektorieren & Co. Irgendwann hat es mir aber mehr Spaß gemacht, am Business zu arbeiten und mein Wissen rund um die Selbstständigkeit weiterzugeben. Daher bin ich jetzt Business-Mentorin und sehr happy damit.

Dass ich meine Selbstständigkeit meiner Entwicklung anpassen kann und nichts in Stein gemeißelt ist, darin liegt für mich ein besonderer Reiz.

Strandkorbschnack Susanne Schaffer

Ich frage es beim Strandkorbschnack immer wieder, aber die Antworten sind auch so spannend: Könntest Du Dir vorstellen, nicht mehr selbstständig zu sein? 

Nein, denn mir würde es sehr schwerfallen, wieder in vorgegebene Strukturen passen zu müssen und mir den Spruch „das machen wir schon immer so“ anhören zu müssen. Und meinen kurzen Arbeitsweg vom Bett zum Schreibtisch möchte ich auch nicht missen. Ich hoffe daher, dass ich mein Leben lang selbstständig sein kann und werde.

Das wünsche ich Dir!

Aber es gibt doch bestimmt auch einen Moment, wo Du gedacht hast: „Mensch, Susanne, das darf doch nicht wahr sein“, oder?

Hmm.

Du weißt was kommt, oder? Ich spiele auf Deine peinlichste Business-Story an.

Oje, diese Story kennt bisher niemand, sie ist einfach zu peinlich. Aber gut, ich will hier mal so offen sein.

Ui, jetzt bin ich aber gespannt.

Am Anfang meiner Selbstständigkeit habe ich bei einem Online-Brancheneintrag meine Daten hinterlegt, damit ich im Internet gefunden werde. Irgendwann, das war so 2020, schickten die mir ein Formular, auf dem die mich fragten, ob meine Daten aktuell sind. 

Waren sie nicht, daher füllte ich das Formular zwischen Tür und Angel schnell aus, unterschrieb und schickte es ab. Zwei Wochen später erhielt ich eine Rechnung von ca. 900 €. Ich hatte das Kleingedruckte überlesen und mich zu einer zweijährigen Mitgliedschaft verpflichtet …

Das Widerrufsrecht war nach den zwei Wochen natürlich bereits verstrichen. Ich habe sofort gekündigt, aber an den zwei Zahlungen von insgesamt 1.800 € kam ich nicht vorbei.

Ach herrje. Wie ärgerlich. 

Ich hätte das Geld so viel besser investieren können – zumal kein*e einzige*r Kund*in durch diesen Brancheneintrag zu mir gefunden hat …

Die Moral aus der Geschichte: Mir wurde bewusst, wie gestresst ich war, und ging das aktiv an. Heute würde ich mir Zeit für so ein Formular nehmen und das Kleingedruckte sofort erkennen.

Trotzdem so ärgerlich!

Aber auch eine coole Business-Geschichte, oder? Und hey, vielleicht war das genau das Zeichen, das Du damals brauchtest. Ich sag ja immer: vorwärts leben, rückwärts verstehen, ne? 

Zurück zum Heute: Du schreibst auf Deiner Website, dass Du ein richtiger Struktur-Nerd bist. Erzähl uns mehr darüber!

By the way: Ich musste gerade beim Sprechen irgendwie an Rory Gilmore denken – Gibt es da vielleicht Parallelen?

Haha, genau, ich bin bekannt für meine vielen Listen. Ich nutze Strukturen und Systeme gerne, um weniger nachdenken zu müssen. Sprich: Alles kommt auf eine Liste, in den Kalender oder in eine Erinnerung. Damit ich mehr Platz im Kopf für die wichtigen Dinge habe: kreativ zu sein, strategisch zu denken oder auch einfach nur mal nichts zu tun.

Und ja, gewisse Parallelen zu Rory gibt es auf jeden Fall. 

Das ist sehr sympathisch. Aber Du hast doch bestimmt auch etwas, das Dich auf die Palme bringt, oder? Was ist Dein absoluter Pet Peeve?

Okay, ich muss jetzt gerade erst mal dieses Wort googeln. 

Brauchst Du nicht, ich sag’s Dir schnell. Ist auch nichts Wildes. Eher ein fancy Begriff.

Ein Pet Peeve ist sozusagen Dein “Lieblings-Ärgernis”. Meistens sind das Sachen, die andere als Kleinigkeit empfinden, die für Dich aber ein absolutes No-Go sind. Ally Winzer hat mir in ihrem Strandkorbschnack z. B. von ihrem Pet Peeve für rechte Winkel erzählt. 

Ah, okay. 

Dann ist mein Pet Peeve, wenn andere Menschen unzuverlässig sind und/oder zu spät kommen. Verlässlichkeit und Verantwortung sind mir schon sehr wichtig.

Das kann ich total verstehen! 

Ist das auch typisch Susanne? Oder was würdest Du sagen: “Susanne ist die typische ….”?

… Organisatorin. 

Wenn im Freundeskreis nach einem Termin gesucht wird, bin ich die Erste, die eine Umfrage erstellt und in der Gruppe teilt, damit jeder abstimmen kann. (Gestern Abend war es wieder so weit.) 

Aber auch im Business bin ich in der Mastermind-Gruppe diejenige, die den Zoom-Raum hostet und/oder Dokumente bereitstellt.

Wenn alles möglich wäre: Sähe so organisiert und strukturiert auch Deine perfekte Business-Welt aus? Oder was würdest Du verändern?

Ich würde in meinem neuen großen Büro im fertig sanierten Haus sitzen. Unser Haus fertig zu sanieren und einzuziehen, steht nämlich ganz oben auf meiner Bucket-List.

Außerdem würde ich dort Live-Workshops veranstalten und mit tollen selbstständigen Frauen aus der Umgebung an ihren Businesses arbeiten. Ich freue mich darauf, wenn das irgendwann Realität wird! Bis dahin heißt es aber noch einige Stunden auf dem Bau arbeiten. Ich krempel schon mal die Ärmel hoch!

Na, das wird doch bis zu Deinem 100. Geburtstag bestimmt klappen, oder? Worauf willst Du an Deinem 100. Geburtstag zurückblicken? 

Auf ein glückliches und entspanntes Leben, das diese Bestandteile umfasst: eine glückliche Ehe, ein erfolgreiches Business, viel Austausch mit anderen Selbstständigen, nette Freund*innen, viel Urlaub, weiteres persönliches Wachstum.

Das klingt super! Und vor allem nicht nach dem “Selbst-und-ständig-Credo”. 

Mir persönlich bringt der Blick aufs Meer immer sehr viel Klarheit und Ruhe. Häufig kann ich dort am einfachsten (Business-)Entscheidungen treffen und Ideen finden. Aber wenn wir gerade nicht im Strandkorb am Meer sein können: Hast Du einen Tipp, wie wir uns mehr Klarheit ins Home-Office holen können?

Das verstehe ich gut! Ich wäre auch gern öfter am Meer. Aber ja: Bei mir sind es die täglichen Spaziergänge. Denn der Abstand vom Home-Office ist meiner Meinung nach der Schlüssel. Wenn Du immer nur vor dem PC sitzt, bist Du zu nah an der Sache. Den Kopf frei kriegen, sich bewegen oder andere Dinge, die Dich ablenken, bringen oftmals die besten Ideen und dadurch auch Klarheit.

Absolut! 

Wenn wir Dich jetzt gerne noch ein bisschen besser kennenlernen möchten, wo können wir mehr über Dich erfahren? 

Am besten auf meiner Website oder in meinem Newsletter. Aber ich bin auch in den sozialen Medien unterwegs: Auf Instagram und LinkedIn.

business reise selbstständigkeit

Arbeite mit Susanne an Deiner souveränen Selbstständigkeit

Prima, und wie können wir mit Dir zusammenarbeiten? 

Einerseits im Website-Check und andererseits im Business-Mentoring.

Hin und wieder biete ich (derzeit noch ausschließlich online) Workshops an, mehr darüber erfährst Du, wenn Du in meinem Newsletter bist.

Vielen Dank, liebe Susanne!

Das ist ein toller Strandkorbschnack mit Dir. Ich freue mich total, mit Dir zu plaudern. Aber ich glaube, bevor wir weiter schnacken, bestellen wir noch eine Runde Virgin Bananas, oder? Geht auf mich. 

Und solange wir warten: Hast Du Lust auf das typische Strandkorbschnack-Spiel? Kurze Frage, kurze Antwort?

Na klar, los geht’s!

Im Urlaub mit Susanne

Okay, Du fliegst nach Mallorca. Vor dem Urlaub: Wie sieht Deine Urlaubsplanung aus? 

Jaa, im Urlaub gehe ich es immer etwas ruhiger an, daher ausnahmsweise mal nur das Nötigste an Planung und Listen. 

Welcher Urlaubstyp bist Du?

Die Wellnesserin – Pool, Spa, gutes Essen, mehr brauche ich nicht.

Wann bist Du am Flughafen? Kurz bevor das Gate schließt oder Stunden vorher?

Haha, definitiv Stunden vorher.

Blogartikel & Website-Texte schreiben lassen

Willst Du für 2023 direkt einen Plan haben? Dann beginne das neue Jahr clever und mit Weitblick: Lass Dich 2023 von Deinen absoluten Lieblingskund*innen bei Google finden, während Du im Strandkorb mit Deiner besten Freundin einen Virgin Banana trinkst.

Was Du dafür brauchst: Suchmaschinenoptimierte Website-Texte und einen authentischen Blog mit SEO-Blogartikeln.

Wo Du das herbekommst? Von mir!

Ich vergebe für Januar / Februar 2023 noch jeweils einen Platz für mein Blogartikel– und mein Website-Paket zum aktuellen Preis. Ab 01.01.2023 steigt der Preis für beide Pakete.

Also: Sei schnell und sichere Dir jetzt noch einen der letzten Plätze!

Behind The Blog Julia Heymer
Business-Mentorin Susanne Schaffer
Julia Heymer & Susanne Schaffer
Texterin Julia Heymer

Julia Heymer

Ich bin Julia Heymer, freie Texterin für authentische Website-Texte und Blogartikel. Ich helfe kreativen und beratenden Selbstständigen dabei, mit einem erfolgreichen Blog und authentischen SEO-Texten bei Google für ihre Wunschkund*innen sichtbar zu werden, damit sie gelassen(er) die Freiheit ihrer Selbstständigkeit genießen können.

Das könnte Dich auch interessieren

Bloggen lernen 2023 – Bewährter Masterplan für Blogger

Bloggen lernen 2023 - das steht auf den To-do-Listen vieler Selbstständiger. Auch auf Deiner? Dann bist Du hier genau richtig. In diesem Blogartikel zeige und erkläre ich Dir nämlich meinen ultimativen Masterplan, wie Du Deinen Blog startest, aufpolierst und...

15 wertvolle Learnings aus der Selbstständigkeit

In der Grundschule hatte ich eine Drei in Deutsch, weil ich mit acht noch nicht so dolle auf Kommasetzung abgefahren bin. Pfff.. Meine Mama sagte meiner Klassenlehrerin, nennen wir sie Frau Martin, dass ich aber doch so schöne und kreative Geschichten schreiben würde....

Kommentare

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert